head 1.3; access; symbols; locks ingo:1.3; strict; comment @% @; 1.3 date 2002.03.19.13.50.43; author ingo; state Exp; branches; next 1.2; 1.2 date 2002.03.19.09.08.36; author ingo; state Exp; branches; next 1.1; 1.1 date 2002.02.07.11.39.16; author ingo; state Exp; branches; next ; desc @@ 1.3 log @*** empty log message *** @ text @\documentclass{article} \begin{document} \section{Businessmodelle} Ganz ohne Geld funktioniert Freie Software letztendlich auch nicht, irgendwer muss schliesslich die Distributionen die man am Ende im Laden kaufen kann zusammen packen und damit auch Geld verdienen damit sich das ganze auch lohnt. Im Folgenden werde ich einen kleinen "Uberblick dar"uber geben wie Firmen mit Freier Software Geld verdienen k"onnen und in welchen bereichen das gut funktioniert und in welchen eher nicht. Die Distributoren sind n"amlich nicht die einzigen die mit Freier Software Geld verdienen. \subsection{Distributoren} Wie erwaehnt sind die Distributoren die ersten die ins Auge fallen wenn es ums 'Geld machen' mit Freier Software geht. Nun was tun die Distributoren? In erster Linie bundeln sie die Software die Frei im Internet verf"ugbar ist, "uberdies hinaus schauen sie auch noch das die ganze gebundelte Software ordentlich zusammen arbeitet und patchen sie entsprechend wenn das nicht der Fall ist. Neben den Paketen, also der fertig gepakten und gepatchten Software schreiben die Distributoren aber auch selber Software, so schreiben sie zB Tools zum (halb)automatischen Installieren von GNU/Linux oder Tools zum verwalten desselbigen. Ausserdem sind die meisten Distributoren auch erheblich an der Treiber entwicklung beteiligt, da sie letztendlich ein grosses Interesse daran haben das die verkauften Distributionen auf allen Rechnern problemlos zum laufen zu bringen sind und nicht etwa an einer nicht unterstuetzten Grafikkarte scheitern, die Ergebnisse dieser arbeit werden dann in der Regel als Freie Software veroeffentlicht. Geld wird nun eingenommen indem die Distributionen verkauft werden, wie andere Software auch. Neben dem verkaufen haben die Distributionen aber auch noch eine andere, vermutlich deutlich ergiebigere Einnahmequelle. Sie leisten n"amlich Support f"ur diversen Firmen und betr"auen die dortingen GNU/Linux Distributionen. \subsection{Support} Support ist letzendlich eine wichtige Dienstleistung wenn es um Software geht und gerade hier bietet Freie Software eine gute M"oglichkeit Geld zu machen. So k"onnen sich Firmen zum Beispiel um GNU/Linux installationen k"ummern und "ahnliches. Allerdings funktioniert das ganze in der Regel nur ordentlich wenn man schon auf fertiger Freier Software aufbaut. Neue Freie Software wird beim Support nicht, bzw. nur in kleinen Rahmen geschrieben. \subsection{Kleine Unternehmen} Eine ganz andere Art mit Freier Software Geld zu verdienen kann von kleineren Unternehmen die Software herstellen praktiziert werden. Firmen die Spezialsoftware auf Anfrage erstellen und nicht so sehr davon leben eine einzige Software millionenfach zu verkaufen, k"onnen durch Freie Software schlicht und ergreifend mehr Service bieten, bei gleichzeitiger kosteneinsparung. \subsection{Subscription Modell} Ein ganz anderes Modell aus Freier Software Geld zu machen wird im Augenblick von Transgaming\footnote{http:///www.transgaming.com} versucht. Dort wird kein fertiges Produkt verkauft oder gar eines auf Anfrage erstellt, stattdessen wird dort versucht eine Emulation f"ur DirectX zu schreiben, diese w"urde es m"oglich machen das viele herk"omliche Windows Spiele direkt unter GNU/Linux laufen k"onnten. Es w"urde also letztendlich Windows f"ur einen grossen Anteil an Benutzern "uberfl"ussig machen, die heute noch Windows als zweit Betriebssystem benutzen f"ur Spiele. GNU/Linux selbst ist n"amlich f"ur die Spiele Produzenten als Mark nicht interessant genug, da die verbreitung daf"ur noch nicht gross genug ist, bzw. die selbst viele GNU/Linux Benutzer immernoch ein Windows als zweit Betriebsystem haben. Die Software die Transgaming herstellt w"are also f"ur eine breite Nutzerschicht interessant. Nun wie funktioniert das Businessmodelle nun? Das ist relative einfach, man meldet sich bei Transgaming an und bezahlt einen Monatlichen Beitrag von 5 Dollar. F"ur diesen Betrag bekommt man dann zugriff auf vorkompelierte Pakete der Software und bekommt inbesondere ein Stimmrecht. Mit diesem Stimmrecht kann man dann dar"uber abstimmen an welchem Problem als n"achstes gearbeitet werden soll, hier also insbesondere die kompatibilit"at zu einem bestimmten Spiel. Dar"uber hinaus bekommt man den Quellcode der Software auch ohne den Betrag bezahlt zu haben (dieser ist zwar im Moment \em{keine} Freie Software, da er nicht komerziell Vertrieben werden darf, aber modifizieren des selben ist erlaubt), allerdings hat man dann kein Stimmrecht und muss sich den Source selber kompilieren. Wenn eine bestimmte Anzahl an Nutzern vorhanden ist soll die Software auch komplett Freie Software werden, die augenblicklichen Beschr"ankungen dienen im wesentlichen dazu erstmal die User an sich zu binden und eine Nutzerbasis aufzubauen. Die Chancen das, das ganze funktionieren wird stehen nicht schlecht. Allerdings w"urden bis jetzt noch keine Nutzerzahlen angegeben, das soll erst gegen M"arz 2002 passieren. Im konkreten Fall k"onnte das ganze funktionieren da WineX ein grosses Publikum anspricht und der Erfolg relative gut sichtbar ist, da zugriff auf den Sourcetree der Entwickler ist Problemlos m"oglich. Die Frage ist nun ob das auch f"ur andere Software funktionieren k"onnte? Also das User direkt an die Entwickler bezahlen ohne Umweg "uber Distributoren, Publisher oder "ahnliches. Im wesentlichen gibt es da noch ein Problem und das ist das bezahlen. F"unf Dollar sind zwar nicht viel Geld, aber wenn man bedenkt das man vielleicht mehrere Projekte gleichzeitig unterst"utzen will ist das vielleicht zu viel, besonders da vielleicht nicht jedes Projekt so viel wert ist, vielleicht will man auch einfach nur jedem Projekt das man nutzt einen Dollar zukommenlassen oder "ahnliches. Kurz gesagt das Problem ist das noch kleinere Betr"age im Moment nicht effektiv Transportiert werden k"onnen, da die Geb"uhren viel zu hoch sind (Stichwort: Micropayment). \subsection{Verz"ogerte Releases} Eine weitere M"oglichkeit mit Freier Software Geld zu machen besteht darin, die Software in den ersten ein oder zwei Jahren wie normale Software zu verk"aufen und dann wenn sie keinen Gewinn mehr abwirft, bzw. wenn eine neue Version rauskommt, die alte Software als Freie Software freizugeben. Somit hat derjenige der warten kann eine ordentliche Freie Software und der jenige der Bereit ist Geld abzugeben bekommt immer die neueste Software. Als Beispiel w"ahre hier Ghostscript\footnote{http://www.ghostscript.com} anzuf"uhren, die mit GNU Ghostscript eine sehr wichtige Komponente f"ur ein GNU/Linux System liefern, n"amlich sozusagen den Druckertreiber. Bei Ghostscript ist die aktuelle Version immer kostenlos f"ur Private Nutzung und kostet Geld f"ur kommerzielle Nutzung. Bei einer neuen Release wird dann jeweils die vorherige Version unter die GNU GPL gestellt. Als weiteres Beispiel w"are IDSoftware anzuf"uhren, die ihre indizierten Spiele Doom und Quake, mehrere Jahre nach dem Release wenn sie komerziell uninteressant geworden sind ebenfalls unter die GNU GPL stellen, als einschr"ankung w"are hier aber zu erw"ahnen das nur der Quellcode unter der GNU GPL steht, die Level und Grafiken muss man sich weiterhin durch den kauf des Original Spieles erwerben. Es gibt noch eine Sonderform von Verz"ogerten Releases, n"amlich Software die mit Source Code ausgeliefert wird, aber bestimmte Freiheiten einschr"ankt, in Regel die, die modifizierten Quellen weiter zu verteilen oder bestimmte "anderungen vor zu nehmen. In der Lizens ist dann festgehalten das die Software unter eine Freie Lizense f"allt sobalt bestimmte Bedingungen nicht mehr erf"ullt sind, meist etwas wenn die Firma bankrot geht oder sie die Software nicht mehr maintaint. Der Nachteil an solch einem Modell ist, das es nicht klar ist wann und ob in absebarer Zeit die Software "uberhaupt zu Freier Software wird, problematischerweise w"urde sie es am ehesten werden wenn man die Software nicht benutzt und so mehr oder minder den Bankrot der Firma herbeif"uhrt. Ein Beispiel f"ur ein solches Modell w"are zB Bitkeeper\footnote{http://www.bitkeeper.com}. \subsection{Fazit} Businessmodelle um Freie Software profitabel zu erstellen gibt es wenige, bzw. nur dann wenn die daraus Resultierende Software nur f"ur sehr Spezialisierte Anwendungszwecke gedacht ist und dem entsprechend der Nutzerkreis klein ist, am besten ist wohl 'Software Produkt':'Nutzer' im Verh"altnis 1:1, denn dann kann die Freie Software praktisch wie normale proprit"are Software verkauft werden. Freie Software funktioniert nunmal nicht wie normale proprit"are Software, wo man eine grosse Nutzerschaft dazu bringen kann ein einziges Produkt zu kaufen, da jeder der das Produkt erwird, auch damit das Recht erwirbt es weiter zu verbreiten. Es gibt allerdings diverse auch gut funktionierende Modelle Dienstleistung um Freie Software herum aufzubauen, wie man zB. bei SuSE oder Redhat sehen kann. Dabei springen auch sehr viele, meist kleinere, Freie Software Produkte heraus, die sind allerdings in der Regel nur ein Nebenprodukt und eben nicht etwas womit eine Firma grosse Gewinne machen kann. Es besteht hier also ein meist, aber nicht zwangsl"aufig, ein ausgewogenes Verh"altnis zwischen zwischen geben und nehmen aus dem Pool der Freien Software. Letzendlich zielt das Modell der Freien Software ja auch darauf hinab dem Nutzer einer Software alle M"oglichkeiten zu geben, die auch der Distributor der Software hat, ein Abh"angigskeitsverh"altins, Upgradezwang und "ahnliches wird somit im Keim erstickt und macht Freie Lizensen f"ur komerzielle Software nicht besonders interessant. \end{document} @ 1.2 log @*** empty log message *** @ text @d58 1 a58 1 Augenblick von Transgaming\footnode{http:///www.transgaming.com} d115 1 a115 1 Ghostscript\foodnote{http://www.ghostscript.com} anzuf"uhren, die mit d127 15 @ 1.1 log @Initial revision @ text @d41 6 a46 1 Software geht. d106 49 @